Was ist Sleeptalk?

»The 2-minute gift with changes that last a lifetime.«

Methode

Über mehrere Monate sprichst Du Deinem Kind jeden Abend im Schlaf Suggestionen zu. Ziel ist es, ein positives Selbstbild im Unbewussten Deines Kindes zu verankern. Dieses gesunde Selbstbild ist das innere Fundament Deines Kindes. Es ist zentral für sein Wohlergehen und die Basis für Resilienz, Selbstwertgefühl und Gelassenheit.

Du wirst sicher zustimmen, dass Dein Kind nicht mit Absicht besonders ängstlich oder ’schwierig’ ist. Das Verhalten Deines Kindes, wie auch unser eigenes Verhalten, wird zu einem maßgeblichen Anteil von seinem Unbewussten (früher als Unterbewusstsein bezeichnet) gesteuert. Genau hier setzt Sleeptalk an. In Momenten tiefer Entspannung wie Hypnose oder leichtem Schlaf ist der analytische Verstand kaum aktiv und es ist möglich, positive Glaubenssätze direkt im Unbewussten zu verankern. Zwei Minuten pro Abend, die alles verändern können. 

»The 2-minute gift with changes that last a lifetime.«
Joane Goulding
Begründerin der Sleeptalk-Methode

Hintergrund

Entwickelt wurde Sleeptalk von der australischen Hypnosetherapeutin Joane Goulding für ihre eigene Tochter Michelle. Die Methode hat sich international bewährt und ist vor allem im englischsprachigen Raum und in der Schweiz verbreitet. 

Interessanterweise lagen in den 70er Jahren viele Erkenntnisse der Neurowissenschaften und aus der Schlafforschung, die Sleeptalk heute aus wissenschaftlicher Perspektive stützen, noch nicht vor. Es war die Wirksamkeit, die der praxisbasierten Methode von Joane Goulding recht gab. Vor dem Hintergrund aktueller Forschung kann Sleeptalk heute neu wissenschaftlich eingeordnet werden. 

»Kein Hokuspokus, sondern eine normale physiologische und psychologische Form der Reizverarbeitung.«
Prof. Dr. Reinhard Pietrowsky

Forschung

Sleeptalk verknüpft Erkenntnisse aus Entwicklungspsychologie, Schlafforschung und Hypnose mit dem Wissen um Neuroplastizität. Das kindliche Gehirn besitzt eine enorme Fähigkeit, sich durch Erfahrungen, Reize und Lernen ständig physisch zu verändern, neue Nervenverbindungen aufzubauen und Netzwerke anzupassen. Besonders in den ersten Lebensjahren arbeitet diese Anpassungsfähigkeit auf Hochtouren, wodurch Kinder schnell lernen, sich aber auch sensibel auf ihre Umwelt einstellen.

Eine Pilotstudie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) von 2025 untersuchte die Anwendbarkeit von Sleeptalk zur Behandlung des kindlichen selektiven Mutismus und bestätigte die Wirksamkeit eindrücklich. Bereits nach vier Monaten Behandlungsdauer waren bei allen Kindern die Kriterien für Selektiven Mutismus nicht mehr gegeben, bereits ab dem zweiten Monat gab es eine signifikante Besserung. Nebenbei reduzierte das Verfahren die Ängstlichkeit der Kinder und deren Emotionsdysregulation und zeigte generelle positive Effekte.   (Pietrowsky & Petrias, 2025)

Häufige Fragen

Für wen eignet sich Sleeptalk?

Grundsätzlich profitiert jedes Kind von Sleeptalk. Sleeptalk stärkt den Selbstwert, führt zu mehr Gelassenheit und Resilienz, und das dauerhaft. Es eignet sich aber gerade auch bei einer Vielzahl von konkreten Themen wie Selektivem Mutismus, Begleitstress bei Neurodivergenz (z.B. Autismus, ADHS), Bettnässen, Angststörungen, Geschwisterrivalitäten uvm. Bei manchen Themen wie Neurodivergenz geht es primär darum, Stress im Alltag besser zu bewältigen und die Resilienz der Kinder zu stärken. Andere Themen, z.B. Bettnässen oder Selektiver Mutismus, können tatsächlich gelöst werden.

Funktioniert Sleeptalk zuverlässig?

Erfolgsgarantien sind selbstredend unseriös. Die Erfahrung zeigt, dass Sleeptalk in fast allen Fällen zu Veränderungen führt, wenn gewisse Vorraussetzungen erfüllt sind: Sleeptalk sollte an mindestens 5 Abenden pro Woche und über einen längeren Zeitraum (in der Regel mindestens 9 Monate) durchgeführt werden, idealerweise täglich. Sleeptalk muss korrekt ausgeführt werden, beispielsweise hinsichtlich Zeitpunkt und Sprechtempo. Hierzu gibt es eine genaue Anleitung.

Gibt es wissenschaftliche Studien zu Sleeptalk?

Ja. Eine Pilotstudie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (2025) bestätigt die Wirksamkeit der Sleeptalk-Methode bei Selektivem Mutismus. Eine größer angelegte internationale Studie ist derzeit in Planung.

Für welches Alter eignet sich Sleeptalk?

Wir beginnen frühestens mit drei Jahren und spätestens mit 10 Jahren. Es sollte ein gewisses Sparchverständnisniveau gegeben sein, die obere Altersgrenze ergibt sich durch den Übergang zur Pubertät.

Kann Jede/Jeder Sleeptalk lernen?

Ja, Sleeptalk ist eine einfach zu erlernende Methode. Es gibt eine genaue Anleitung sowie Skripte zur Durchführung. Zusätzlich begleite ich durch den gesamten Prozess.

Wie schnell sehe ich Veränderungen?

Jedes Kind ist individuell. Manche Eltern bemerken schon nach wenigen Wochen Veränderungen, bei bestimmten Themen oder besonders willensstarken Kindern kann es auch länger dauern, bis Veränderungen spürbar sind. Es sind viele Faktoren, die Einfluss darauf haben: Charakter des Kindes, Schlafverhalten des Kindes, Regelmäßigkeit der Durchführung, zu bearbeitendes Thema etc.

Wann funktioniert Sleeptalk nicht?

Wenn Sleeptalk zu unregelmäßig oder nicht gemäß Anleitung durchgeführt wird, ist ein spürbarer Effekt unwahrscheinlich.

Was ist der Vorteil gegenüber Affirmationen?

Mit Sleeptalk erreichen wir das Unbewusste (früher Unterbewusstsein), und damit den Ort, an dem negative Glaubenssätze gespeichert sind. Affirmationen, die in Widerspruch zu tief sitzenden Glaubenssätzen stehen, blockiert unser analytischer Verstand. Es entsteht ein innerer Widerstand, weil die Sätze nicht mit den eigenen Überzeugungen übereinstimmen. In Momenten tiefer Entspannung wie Hypnose oder leichtem Schlaf ist der analytische Verstand kaum aktiv.

Ist Sleeptalk Esoterik?

Nein. Sleeptalk ist eine praxisbasierte, alltagstaugliche Methode, die Erkenntnisse aus Bindungstheorie, Schlafforschung, Entwicklungspsychologie und Hirnforschung verknüpft.

Ist Sleeptalk Manipulation?

Ja, Sleeptalk ist Manipulation, aber zum Wohl deines Kindes. Im Rahmen der Studie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wurde Sleeptalk von der Ethikkommission als unbedenklich eingestuft.

Wenn es um die Familie geht. anna@mindonthemoon.de
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